Protest gegen RWE verlagert sich nach Keyenberg

Nachdem das Oberverwaltungsgericht am 10.10.2018 den Rodungsstopp im Hambacher Wald beschlossen hatte, verlagerten sich die Aktivitäten gegen RWE-Power auch auf die Dörfer, die noch abgebaggert werden sollen. 

Durch Keyenberg spazierten am 14. Oktober 2018 etwa 900 Menschen durch das Dorf und den umliegenden Wald. Es ist verständlich, dass man die bestehenden Dörfer noch retten möchte. Andererseits muss man sich allerdings auch fragen, wie es sich in einem halb leeren Ort leben lässt. Viele Menschen sind bereits aus Keyenberg weggezogen. Einige Einwohner schätzen, dass es schon die Hälfte der Bevölkerung ist. Viele Menschen haben auch mit der Umsiedlung geistig und gefühlsmäßig abgeschlossen. Sie wollen gar nicht mehr kämpfen und meinen, dass dieser Aufstand vor 15 oder 20 Jahren hätte erfolgen sollen.

Die Verlagerung des Widerstandes in die noch bestehenden Dörfer wühlt die Menschen wieder sehr auf. Das kann ein Außenstehender gar nicht ermessen.

In Keyenberg (neu) wird kräftig gebaut!

Seit Mitte 2017 wird in dem Neubaugebiet von Keyenberg bereits kräftig gebaut. Im Mai 2018 konnte man bereits 18 Bauten feststellen. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits 3 Familien umgezogen.
Schwierigkeiten bereiten den Bauherren häufig die zu hoch liegende Straße, so dass bei vielen Bauten, die meist ohne Keller gebaut werden, eine Menge Auffüllmaterial beschafft werden muss. Das Schlimme ist, dass die Bauherren diese Auffüllungen meist selbst bezahlen müssen. Nur ab einer bestimmten Höhe der Auffüllungen bekommen s1e die Kosten ersetzt. Die Frage ist, warum man die Straßen so hoch gelegt hat.